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Lebensgeschichte von Ernst

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:

 

  1. durch Nachdenken ist der edelste.

 

  1. durch Nachahmen der einfachste.

 

  1. durch Erfahrung der bitterste.    

 

Konfuzius

 

***

 

Es gibt da so eine allgemeine Empfehlung in der Selbsthilfe um trocken zu werden!

 

(1.) Suchtberatung (die zeigen einen Weg und vermitteln dich gegebenenfalls zu Krankenhäusern die entgiften),

(2.) Hausarzt (der schreibt die Einweisung zur Entgiftung),

(3.) Krankenkasse (die genehmigt die Entgiftung),

(4.) qualifizierte Entgiftung z.B. im Krankenhaus,

(5.) Selbsthilfegruppen

(6.) gegebenenfalls Therapie...

 

oder erst einmal sich    

 

"REIFSAUFEN"

 

( die Reife erreichen um aufhören zu können , seine/n persönliche/n “Gosse” Tiefpunkt finden )

 

Reifsaufen war leider mein Weg

von ernst, Bj. 1949

 

Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter!

Ich bin abhängigkeitserkrankt, mit Schwerpunkt Alkohol und LEBE seit Mitte 1992 ohne Alkohol. Nach fast 27 Jahren im Tran und runter gesoffen bis fast zum Suizid, Frau und Kinder waren ausgezogen (kamen aber während meiner Entgiftung zurück), fast alle Möbel ,um an Alk zu kommen, verkauft und Schulden in großer Höhe angesammelt (seit 2010 aber wieder schuldenfrei ). Arbeit war noch vorhanden aber arbeitsunfähig krankgeschrieben.

 

Mache seitdem alles für mich Mögliche um diesen Zustand, nicht mehr saufen zu müssen, zu erhalten.

 

Mein Weg war/ist: erst mal alleine kalt zu Hause und in der Kneipe entzogen.

 

Was ich niemandem raten kann, da so was durch Krampfen tödlich ausgehen könnte!

 

Danach Beratung beim sozialpsychiatrischen Dienst meiner Stadt. Die vermittelten mir eine qualifizierte Entgiftung, 3 Wochen im Krankenhaus in einer Suchtstation und

 

das für mich im Rückblick Wichtigste waren Selbsthilfegruppen (die ersten 3 Jahre) sowie alkfreie Treffs, bis heute noch ab und zu zum Austausch mit Betroffenen.

In den Gruppen hat mir mal vor Jahren jemand geraten: setze deinen versoffenen "Arsch" in die Gruppen, egal wie sie heißen und unter welcher Fahne sie stehen, höre erst mal zu und suche das für dich Machbare raus, halte dich an Langzeittrockene, an "Gewinner”, da könntest du was von lernen. Meide aber Nasse und "Drehtürler", denn Verlierer warst du lange genug. So habe ich es einfach gemacht und konsequent durchgezogen und bis heute mit Erfolg.

Mit klarem, suchtmittelfreiem Kopf konnte ich dann meinen "Scherbenhaufen" sichten und Stück für Stück aufarbeiten, womit ich bis heute noch teilweise beschäftigt bin.

Bin aber immer wieder betroffen, wenn ich so zurückschaue, wie wir Abhängigkeitserkrankten, wenn wir auch nicht drauf sind, das Thema Alkoholismus in eine Richtung interpretieren, die schon an Verharmlosung bis Verherrlichung grenzt. War bei mir aber nicht anders, als ich noch gesoffen habe. Finde es nur sehr bedenklich, wenn zum Beispiel unter Betroffenen diese Meinung noch von vielen unterstützt wird, in dem das Ganze verharmlost wird mit "kleiner Rückfall", "kleiner Fehltritt", "bisschen ausgerutscht" usw. Kommt mir vor wie bisschen schwanger, was ja bekanntlich auch nicht geht.

Ich meine, jeder Rückfall ist ein Schritt weiter dahin, nicht mehr aus dem Teufelskreis herauszukommen. Für mich ist Rückfall schlimm, verdammt schlimm, aber selbstverständlich noch schlimmer ist es dann, nichts dagegen zu tun. Es ist zwar oft zu früh, denke aber niemals zu spät! Jeder Rückfall, aus dem man vermeintlich wieder herauskommt, täuscht einem vor, ich kann es ja, ich komme doch wieder raus, also kann ich es ja weiter so machen, weitersaufen. Es kann dann zum Selbstläufer werden!

Denke, wer wie ich einmal seinen persönlichen "Tiefpunkt", seine persönliche "Gosse" erreicht hat, sich "reifgesoffen" hat für den Einstieg in ein alkfreies Leben, wird garantiert nichts "Schönes" mehr am Zustand unter Alkohol für sich finden können. Letztendlich gilt für einen Abhängigkeitserkrankten aus meiner Sicht nur eines, "kapieren oder krepieren", also konsequent ein suchtmittelfreies Leben versuchen zu gehen.

Ich habe mal am Anfang in den Gruppen gehört, der sicherste Einstieg sei sich eine suchtmittelfreie Zone zu Hause zu schaffen, ohne Rücksicht auf den Partner oder Freunde. Wenn mein Partner oder meine Freunde mich mögen und selber nicht abhängig sind, werden sie ohne Probleme auf Suchtmittel in meinem Beisein verzichten können. Das habe ich für mich so übernommen.

Außerdem verabschiedete ich mich von saufenden "Freunden" aus meinem alten Umfeld, oder einige verabschiedeten sich freiwillig von mir, weil sie mit mir ohne Alkohol nicht mehr klarkamen.

Genauso finde ich die Diskussion fatal um Alkohol im Essen bzw. Zubereitung von Soßen mit Wein oder Ähnlichem. als ich noch drauf war, habe ich für eine Rotweinsoße eine Kiste Wein und für einen Bierbraten eine Kiste Bier geholt und der Stoff ist bestimmt nicht komplett in der Soße gelandet. So würde ich auch meine alkfreie Zone nicht mehr aufrecht erhalten können, denn Gelegenheit soll ja bekanntlich Diebe machen!

Ich für mich sehe meine Abhängigkeitserkrankung ähnlich einer Allergie. Wenn ich gegen etwas allergisch bin, werde ich dieses meiden, wenn ich weiß, wogegen ich allergisch bin, mich aber nicht absichtlich der Gefahr aussetzen und leichtsinnig handeln, denn es könnte ja diesmal um mein Leben gehen.

 

** nun habe ich fertig **

 

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